Die Kunden von heute und morgen sind nicht mehr einfach nur Haushalte, sondern individuelle Nutzer mit unterschiedlichen Bedürfnissen je nach Zeit und Ort. Wie Eric Tveter, Managing Director von cablecom, anlässlich der 8. Comdays in Biel ausführte, erwarten diese Kunden vor allem eines: die freie Wahlmöglichkeit. Auf die Frage «The future is mobile – was sagt der Festnetzanbieter dazu?» antwortet Tveter beispielhaft: «Würden wir ein Fussballspiel auf dem iPhone oder lieber auf dem HDTV-Bildschirm anschauen? Wir wollen doch in der Lage sein, beides zu tun!»
Auswählen – das heisst nahtloses Switchen zwischen verkabelter und drahtloser Kommunikation und zwischen verschiedenen Technologien, nahtlose Verfügbarkeit an verschiedensten Örtlichkeiten, oder nahtlose Nutzung unterschiedlicher Inhalte wie Live-TV, Video sowie Up- und Download jedweder Information, Unterhaltung und Kommunikation.
Um dem Kundenwunsch nach freier Wahlmöglichkeit zu entsprechen, müssen Telekommunikationsanbieter in erster Linie flexibel sein und eine bequeme Nutzung gewährleisten. Cablecom prüft deshalb die Einführung von Common Interface Modulen der neusten Generation, um die freie Wahl von Set-Top-Boxen zu gewährleisten.
Welche Infrastruktur und Netzwerke die Serviceanbieter einsetzen, interessiert dagegen die meisten Kunden nicht – solange ihre Bedürfnisse befriedigt werden. Die beste Garantie für freie Wahlmöglichkeit war schon immer der Wettbewerb, so Tveter, und zwar Wettbewerb zwischen Netzwerken – mobilen und festen – und Technologien. Der starke Infrastruktur-Wettbewerb der letzten Jahre war der Haupttreiber für die massive Erweiterung der Dienstleistungen. Cablecom, die in den vergangenen Jahren über eine Milliarde Franken in die Entwicklung ihrer Infrastruktur investiert hat und nicht nur bei Innovationen wie Fiber Power eine führende Rolle einnimmt, fordert den Erhalt dieses Wettbewerbs. Die Diskussionen zu den aktuellen «Fiber to the home»-Projekten müssten ausgewogen geführt werden – mit dem Markteintritt von gemeindeeigenen industriellen Betrieben bestehe die Gefahr von Verzerrungen des Infrastrukturwettbewerbs.
Tveter weiter: «Wichtiger als Technologien und Netzwerke ist der Kundenservice, und ich weiss, dass dies etwas ist, worauf cablecom besonders achten muss. Der Wandel, den wir diesbezüglich vollziehen, ist heute bereits spürbar.»
«Changing for you»
Cablecom hat im Sommer 2009 auf Initiative von Eric Tveter ein umfassendes Change-Programm eingeleitet, um die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit rasch, signifikant und nachhaltig zu verbessern. Das Programm hat in der Geschäftsleitung höchste Priorität und wird durch unabhängige Institute begleitet. Um den profunden Wandel, den die Organisation durchläuft, nach innen und aussen auch sichtbar zu machen, soll cablecom in UPC, die Marke ihrer Muttergesellschaft, umbenannt werden. Der Zeitpunkt des Rebrandings wird durch die Fortschritte des «changing for you»-Programms bestimmt und nach dem ersten Quartal 2010 erwartet. |